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Blower-Door-Test

Warum sollte ein Gebäude überhaupt möglichst luftdicht sein?

  • Energieverbrauch spürbar senken Vermeidung von Lüftungswärmeverlusten
  • Vermeidung von Zugluft
  • Verbesserung im Schallschutz
  • Vermeidung von Bauschäden durch Feuchtigkeit
  • Behagliches Wohnklima
  • Kontrollierbare Lüftung / Luftaustausch

 

....mit der Windmaschine auf Spurensuche......Blower-Door Messungen

Die Vermeidung von Lüftungswärmeverlusten ist eine wichtige Voraussetzung, um Energie und Heizkosten zu sparen. Gründe für eine luftdichte Gebäudehülle sind dabei die Vermeidung von Lüftungswärmeverlusten, die Vermeidung von Bauschäden und Zuglufterscheinungen. Es kann zu Bauschäden kommen, wenn mit Feuchtigkeit "beladene" Raumluft durch Ritzen und Lecks in die Dämmung / ins Mauerwerk entweicht, sich in den Wänden abkühlt und kondensiert und so zu Feuchteschäden und Schimmelpilzbildung in der Dämmung oder im Mauerwerk führt.

Nutzen einer Blower-Door Messung

Der Weg der Luft von außen nach innen ist dabei ebenso unerwünscht. Kalte Außenluft kann durch Luftundichtigkeiten mit dem Winddruck eindringen. Es kommt zu Zugerscheinungen und einem "Kaltluftsee", da sich die kühle Außenluft nur langsam mit der aufsteigenden Heizungsluft vermischt und Komforteinbußen auftreten. Der andere Weg hat noch schlimmere Folgen als nur kalte Füße oder erhöhte Heizkosten. Über Fugen und Ritzen in der Gebäudehülle, z.B. durch nicht oder schlecht gesicherte Folienüberlappungen oder falsche Fensteranschlüsse gelangt mit Feuchtigkeit "beladene" Raumluft nach außen.

Durch diese Fugen und Ritzen kann Raumluft, und der in ihr enthaltene Wasserdampf in die Bauteile eindringen und zu Bauschäden führen. Bei einer Unterschreitung der Taupunkttemperatur (Kondensation) kommt es zur Bildung von Wasser in den Bauteilen und damit zu Feuchteschäden, die den Gebäudebestand gefährden. Schon relativ kleine Leckagen transportieren sehr viel mehr Feuchtigkeit, als durch Diffusion möglich ist.

Beispiel:
Durch eine wärmegedämmte, ca. 120m2 große Dachfläche über einem ausgebauten Dachboden werden nach einer Modellrechnung an einem Wintertag durch Diffusion nur 120g Wasserdampf nach außen abgegeben. Entsteht in einer ansonsten luftdichten Dachfläche durch unzureichende Abdichtung lediglich ein 1mm breiter Spalt auf 1 m Länge dann werden durch diese Leckage im gleichen Zeitraum durch die Luftströmung 360g Wasserdampf transportiert, also etwa dreimal soviel wie über die gesamte Dachfläche. Jeder Bausachverständige weiß heute, dass wesentlich mehr Bauschäden durch unkontrollierte Konvektion durch ein Leck in der Luftdichtigkeitsschicht, als durch Diffusion verursacht werden.

Das Messprinzip der Differenzdruckmessung

Zur Überprüfung auf Luftundichtigkeiten wird nach DIN 4108-7 und EN 13829 eine Differenzdruckmessung durchgeführt. Hierbei wird ein Unterdruck im Haus von 50 Pa (Pascal) aufgebaut. Dies entspricht dem Winddruck auf die Gebäudehülle von ca. Windstärke 4-5. Die abgesaugte Luftmenge wird mit der Blower-Door gemessen und darüber die Luftwechselrate bestimmt. Die Luftwechselrate ist eine Angabe, wie oft das vorhandene Raumvolumen innerhalb einer Zeiteinheit durch Luftwechsel ausgetauscht wird. Bei der Unterdruckmessung werden Leckagen aufgespürt und mittels Thermoanemometer gemessen und dokumentiert.

 

Die "Blower-Door" ist eine Anlage aus Abdichtungstür und eingesetzter Windmaschine mit Mess-Sonden. Sie wird ohne großen Aufwand in eine bestehende Türöffnung bei geöffneter Tür eingesetzt Für Bauherren ist eine frühzeitige Blower-Door Messung (zu einem Zeitpunkt, an dem Verschalungen noch offen und Zugang zur Dampfsperre noch möglich sind) der beste Zeitpunkt um Luftundichtigkeiten aufzuspüren, da in der Regel Nachbesserungen mit geringem Aufwand möglich sind.